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Heute, am 16 Azar, dem 7. Dezember, ist einer dieser Tage, die von der iranischen Opposition egal welcher Colour genutzt werden, um zu protestieren.
Durch das Verbot der Versammlungsfreiheit, nur eine der zahlreichen Einschränkungen, denen die iranische Bevölkerung ausgesetzt ist, muss sie jede sich bietende Gelegenheit für öffentliche Proteste nutzen um sich laut und klar gegen die herrschende Regierung auszusprechen.
Am 16 Azar sind in den 50er Jahren, zu Schah Zeiten von seinen Sicherheitskräften 3 Studenten erschossen worden. (Für weitere Informationen siehe
hier (in deutsch) und
hier (in englisch).)
In Berlin finden alleine 3 Veranstaltungen statt, um den Protest in Iran zu unterstützen, um die hiesige Bevölkerung samt Medien auf die politischen Zustände in Iran aufmerksam zu machen.
In der Joachimsthalerstr./Ecke Kurfürstendamm fand die erste Kundgebung der säkularen IranerInnen für Freiheit und Demokratie (SIFD) statt (
Photos 1-12).
Neben dem KaDeWe am Wittenbergplatz fand ab 18.00 Uhr dann die zweite Veranstaltung des
Vereins Code e.V. (Photos 13-16) statt.
Als krönenden Abschluss lud das
Netzwerk junger IranerInnen NYI ein, ab 19.00 Uhr in der Naunynstraße den Kommentaren zu den Ereignissen des Tages zuzuhören, reden und der Musik zuzuhören. (leider noch keine Photos)
Wäre nicht die Spannung in der Luft, die Angst um die mutigen StudentInnen und anderen Oppositionellen in Iran, der Austausch der letzten Meldungen: "die Sicherheitskräfte arbeiten nicht mehr zuverlässig mit den Basiji (Schlägertrupps des Ahmadinejad) zusammen, d.h. die Oppositionellen werden nicht von ihnen gejagt und misshandelt, eine Flagge ohne Symbol ist gehisst worden, eine alte Frau wurde zusammengeschlagen, eine junge Studentin in der Universität in Hamedan (eine brodelnder Ort, weil Schmelztiegel für die vielen Völker des Iran) ist aus dem zweiten Stock gestürzt worden, ab 16.30 Uhr wurden die Unis von den Schlägertrupps gestürmt... und und und. - wäre das alles nicht gewesen, es hätte ein schöner Tag sein können.
S.