![]() Archiv
Google the Site |
Montag, 4. Januar 2010Mehr Fingerspitzengefühl bitteKommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
Ich bin mit dieser Analyse über weite Teile einverstanden, o würde jedoch das eine oder andere "scheinen" streichen. Ebenso ist m.E. die Religionsfreiheit beileibe nicht das allerwichtigste Menschenrecht und nur insofern zu gewähren, wo die primären Rechte des Menschen auf Leben und Eigentum gefährdet sind. Und das scheint :-J mir bei den medial präsentesten Ausprägung des Islams doch der Fall zu sein, spricht er dort doch Anders- bzw. Nichtgläubigen das nackte Existenzrecht ab.
Danke für die Rückmeldung,
Sicherlich hast Du Recht: ich halte auch andere Freiheiten für wichtiger als die Religionsfreiheit. Doch im Zuge der Diskussionen um den Minarettbau in der Schweiz und die Diskussionen um das Kopftuchverbot für Lehrerinnen in Deutschland oder gar Sarkozys seltsame Anordnung, das es ein generelles Verschleierungsverbot in Frankreich geben soll... dabei vergisst der Westen leider gern, dass es auch die Freiheit der Religionsausübung gibt. Für mich bedeutet das: solange die Gläubigen ihre Riten ausüben ohne dabei die anderen Grundrechte (auch Dritter) zu beschränken... sollen sie. Noch einmal: weder die Tora noch das Alte Testament strotzen vor Liebe für Anders- oder Ungläubige. Auch diese Buchreligionen leben vom Abgrenzen und geben vor, welche Völker, die sich nicht unterordnen wollen, auszurotten sind. Der (christianisierte) Westen sollte nicht mit Steinen gen Ost schmeißen wo er im gleichen Glashaus sitzt.
Ich weiß nicht, ob die 97. Entgleisung Aarons einen größeren Aufstand noch wert ist.
Sinnvoll scheint mir, zum eigentlichen Thema auf den Kommentar in der Süddeutschen Zeitung hinzuweisen: http://www.sueddeutsche.de/politik/870/499151/text/
Danke für den Hinweis auf die Süddeutsche - auch wenn ich der Meinung bin, dass man religiöse Gefühle nicht respektieren muss - ist der Artikel doch relativ gelassen und vernünftig. Allerdings ist auch er nicht ganz richtig. Wenn dort steht, dass eine Trennung von Staat und Religion im Islam nicht vorgesehen ist, dann ist das eine sehr westliche Lesart; aber keine islamische.
Wünschenswert wäre, wenn sich alle, die sich dazu zu Wort melden, ab und an einmal ein Buch lesen würden, dass die Sicht auf die Dinge von "der anderen Seite" her beleuchtet. Ich empfehle dazu Navid Kermani.
Wie mein Vorredner bin auch ich "mit dieser Analyse über weite Teile einverstanden". Um mir auch einen Kritikpunkt herauszugreifen;
"Man sollte sich nicht über immer (str)engere Überwachung wundern, wenn man selbst die Lunte legt (oder den Luntenleger verteidigt)" Mitursache über meinen Unmut mit dem Islam sind tatsächlich die "Unrechtsmittel des Überwachungsstaates". Doch die "Luntenleger" zur Verantwortung zu ziehen ist in etwa so als zöge man die Anwesenheit von Nicht-Deutschstämmigen für rechtsextremistische Gewalt zur Verantwortung. QUOTE: Doch die "Luntenleger" zur Verantwortung zu ziehen ist in etwa so als zöge man die Anwesenheit von Nicht-Deutschstämmigen für rechtsextremistische Gewalt zur Verantwortung. Das sehe ich (sonst hätt ich es ja nicht geschrieben) anders. Wer einen Stier reizt ist mitschuldig, wenn dieser ausrastet und ein Dritter wegen vermeintlichem Schutzbedürfnis aller anderen (die nicht reizen) meint, deshalb diese hinter Mauern zu verstecken. Es ist die gleiche Logik wie die, der von der Leyen anhängt: wir bekämpfen nicht die Ursachen, wir fragen auch gar nicht danach; sondern wir errichten neue Mauern und Feindbilder. Jede Handlung hat Folgen. Und vernunftbegabte Westen sollten diese abschätzen. Da ich davon ausgehe, dass auch ein Herr Westergaard und sein Verlegen dazu in der Lage sind, gehe ich davon aus, dass diese auch genau wussten, welch Reaktionen sie hervorrufen würden. Merke: Nicht der Islam (den es ist dieser Form eh nicht gibt: als der Islam) ist daran Schuld, dass unsere Mails gesichert werden, dass wir an Flughäfen wie Schwerverbrecher behandelt werden. Daran Schuld sind eine wenige Idioten, die sich anmaßen, im Namen einer Religion zu sprechen. Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als die RAF gejagt wurde? War da jeder Bürger ein Terrorist? Mitnichten! Aber jeder musste sich so behandeln lassen. Heute benutzt der Staat die ismalistische Gefahr (die ich absolut nicht wegreden will) dazu, seine Bürger unmündig zu machen.
"Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als die RAF gejagt wurde?"
Das ist doch wohl ein großer Unterschied. Das RAF-Problem war national, das mit den Terroristen ist weltweit.
ich stimme Peter voll und ganz zu.
Bodo wars eine rechte Persönlichkeit, Aaron ist es gewiss nicht, diese ganze Dramatik die hier aufgebaut wird ist völlig übertrieben und unterscheidet nichts zwischen berechtigter Kritik und Populismus. Aaron hat ausgesprochen was, der Autor selbst versucht das ganze schön zu reden aber er selbst spricht auch klartext: "Das ist – natürlich – richtig", wenn dem so ist, dann ist dem nichts weiter hinzuzufügen. Wenn wir die islamisch geprägten Ländern mit den christliche geprägten vergleichen, dann werden wir objektiv feststellen müssen, dass auch ohne Koran und vielleicht nur mit Berufung auf diesen, viele Staaten die islamisch geprägt sind, die Menschenrechte eben weit mehr belasten, ich spreche nicht für die christlichen, auch diese haben viele Vergehen, aber das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder Religionsfreiheit wird nunmal in christlichen Länder in aufgeklärterer Form praktiziert und das ist Tatsache. Man kann auf die Kreuzzüge hinweisen, aber es geht nicht um die Geschichte, sondern die Lektion die z.b. unsere Demokratie gelernt hat. Und gerade Deutschland hat wohl eine der härtesten Lektionen gelernt. Darf niemand mehr etwas in Deutschland zu Pressefreiheit in Amerika sagen, weil wir in einer menschenverachtenden Diktatur gelebt haben? Natürlich nicht, aber wer in Nordkorea lebt und sich über deutsche Asylpolitik beschwert sitzt nunmal vergleichsweise im Glashaus. Soviel dazu.
Bitte schau Dir meinen gestrigen Artikel zum Thema an: http://old.nicsbloghaus.org/archives/1146-Der-Islam-und-die-Islamisten.html ich habe versucht, das etwas zu differenzieren. Und den Blick weg von Aaron und hin zum Problem zu lenken.
Ich verstehe nicht, was die Hysterie um Aaron Koenigs Stellungnahmen zum Thema Islam soll. Auch wenn er erkennbar keine ausgeprägte sozialwissenschaftliche Kompetenz (man könnte es auch Fingerspitzengefühl nennen) besitzt, trifft er doch einen bemerkenswert vernünftigen Ton, den ich so bisher von keinem Politiker kenne. Klare Abgrenzung von rechtem Gedankengut und ein klares Bekenntnis zu den Werten der Aufklärung. Was will man mehr?
Aaron Koenig tut lediglich das, was früher oder später ohnehin irgendjemand hätte tun müssen. Seien wir doch froh, dass es er und nicht jemand vom Schlage eines Wilders oder Blocher tut. Finde die gegen Koenig's Aussagen vorgebrachten Bedenken unbegründet. Das angebliche Schüren diffuser Ängste durch Koenig sehe ich eigentlich eher auf der anderen Seite.
Na ja... kennst Du Aarons Geschichte? Seine piratische Geschichte, die die gesamte Partei leider in manchen Augen (zugegeben übertrieben) in eine rechte Ecke rückten?
Ich stimme ihm ja teilweise zu (siehe Artikel), aber ich meine, dass es mehr Fingerspitzengefühl bedarf, zumal, wenn man Politiker ist und öffentlich auftritt. |
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Voltaire) Tagsatheismus aufklaerung berlin bloginterna brights buskamapgne DDR demokratie deutschland foto gbs geschichte gesellschaft humanismus humor internet iran iranelection islam kirche literatur medien natur philosophie piraten politik Pro Reli reisen religionen review sachbuch schmidt-salomon sozialismus tabak video
Artikel-Links
Verwaltung des Blogs |
An den Reaktionen auf meinem Artikel "Mehr Fingerspitzengefühl bitte" ist zu erkennen, dass ich mich entweder nicht deutlich genug ausgedrückt habe oder aber, dass das Thema so differenziert zu betrachten ist, dass einfache Verständigung schwer zu sein sc
Aufgenommen: Jan 06, 13:21