Ich brauche länger, um über das Buch "Der Gotteswahn"
zu schreiben als es zu lesen. Doch nun will ich versuchen, über das Buch Abschließendes zu sagen. (Immerhin liegt das nächste: "Der entzauberte Regenbogen" bereits bereit.)
Dawkins beschreibt unter anderem auch an der Entstehung der "Religion" des
fliegenden Spaghettimonsters über den Unfug, den Religionen aufgrund ihrer Allemachtsphantasien verbreiten. Und weist darauf hin, dass es nicht Sache der Religionskritiker sein sollte, die Wahrheit der Religionslehren zu widerlegen; sondern vielmehr ist es (wenn es denn überhaupt notwendig ist) Aufgabe der Religion, zu beweisen, dass es etwas gibt, dass die Religion logisch begründet.
Niemand von uns fühlt sich verpflichtet, all die unzählingen hergeholten Dinge zu widerlegen, die eine fruchtbare oder witzige Fantasie sich ausdenken kann. Nach meiner Erfahrung ist es eine amüsante Strategie, wenn ich auf die Frage, ob ich Atheist sei, darauf hinweise, dass der Fragesteller ebenfalls Atheist ist, nämlich in bezug auf Zeus, Apollo, Amon Ra, Mithras, Baal, Thor, Wotan, das Goldenen Kalb oder das Fliegende Spaghettimonster. Ich bin einfach schon einen Gott weiter.
Seite 77
Dawkins definiert im Buch auch, was Darwin begann, auf der Ebene der Gene (das egoistische Gen!)... leider mangelt es mir an den Kenntnissen - ich habe das Gefühl, Etliches nicht verstanden zu haben was Dawkins hier beweist. Da muss ich wohl noch ein wenig mehr lesen und lernen. (Immerhin: ein -
das - Buch von Darwin liegt auch schon bereit.)
Der Autor widerlegt im Buch zudem die irrige Annahme, dass Religionen für die Ausbildung einer Ethik notwendig seien. [Auch wenn es viele wissenschaftliche Erkenntnis innhalb kirchlicher Strukturen gab... wurden doch die Wissenschftler häufig genug von der Kirche verfolgt, wenn sich die Forschungsergebnisse
nicht mehr mit den Glaubensbekenntnissen in Übereinstimmung bringen ließen.]