Vor zwei Tagen veröffentlichte FAZ.net (Frankfurter Allgemeine Zeitung online) unter der Überschrift
Die Agenda des Neuen Atheismus einen - nun, nennen wir es: sehr subjektiven Artikel über die Arbeit der Giordano-Bruno-Stiftung.
Auslöser ist die Forderung, aus "Christi Himmelfahrt" einen Evolutionstag zu machen. (siehe meinen
Artikel vom 26.02.2009).
Schon der erste Satz des Artikels stellt klar, wes Geistes Kind der Autor ist:
Deutschland soll feiern, dass es vom Affen abstammt.
Quelle: FAZ.net
Mal abgesehen davon, dass der Mensch nicht nur vom Affen abstammt, zeigt dieser Satz allem Anschein nach, dass der Autor das 18. Jahrhundert noch nicht überwunden hat; schlugen doch die gleichen Argumente schon
Charles Darwin entgegen. Zudem arbeitet Bingener (der Verfasser des Artikels) mit typisch deutschem Neid und Diffamierungen. Wie anders ist solch ein Satz zu verstehen:
Der (gemeint ist Richard Dawkins) hatte 2005 den Bestseller „Gotteswahn“ geschrieben, der in 31 Sprachen übersetzt worden ist und dem Verfasser ein Vermögen einbrachte.
Quelle: wie oben
Es geht dem Autoren nicht darum,
was das
Buch aussagt (vermutlich hat er es auch nicht gelesen), sondern darum, dass ein Wissenschaftler im Ergebnis seiner Arbeit Geld verdient. Und dass das Buch ein Bestseller wurde hat meiner Meinung nach weniger mit Vermarktung zu tun als damit, dass das Buch bitter nötig war in einer Zeit, da Scharlatane und religiöse Fanatiker Hochkonjunktur haben.