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Montag, 27. April 2009Ich bin ein Berliner
schreibt Richard Dawkins auf seiner Seite...
Na, wenn dass keine Ehre für all die ist, die gegen Pro Reli aufgetreten sind. Nic Thomas Brussig: Helden wie wir
Das Buch könnte auch den Titel haben: "Mein Pimmel und ich" - und genau so ist es.
Anfangs dachte ich noch: da kommt noch was... aber es kam nichts. Der Haupt(trieb)täter wächst im Osten auf, ist nicht nur naiv und gutgläubig, sondern regelrecht dämlich. Bekommt nichts mit von der Welt in der er lebt und wird Stasi-Mann. Es gibt einige wenige Momente im Buch, da es richtig nahe geht. Wenn Brussig erzählt, wie seine Kindheit (resp. die seines Helden) im kleinbürgerlichen Mief der DDR verlief; mit einem Vater, der ihn nicht wahrnahm und einer Mutter, die ihm noch mit 19 den Hintern abwischte. Es gibt ein paar wirklich humorvolle Beschreibungen und Personenskizzen. Aber das bleibt alles immer ganz oberflächlich, mehr gewollt als gekonnt. Brussig zeigt diesen Uhltzscht als Jedermann, und darin entfaltet er seine unglaubliche Wirkung. Er zeigt einen Mitmacher voller Komplexe, tyrannisiert von einer prüden Mutter und einem höhnischen schweigsamen Vater. Sie ist Hygiene-Inspektorin, er ist Stasioffizier, sie verkörpern also Sauberkeit und Ordnung geradezu lachhaft wörtlich in dieser engen und muffigen und gewöhnlichen Welt, und Brussigs Roman zieht gerade aus der Unaufwendigkeit des Terrors sein diabolisches Funkeln, sein gemeines Grinsen, sein großes Gelächter. Ein deutscher Entwicklungsroman, eher: die Karikatur auf alle großen Bildungsromane denn dieser Klaus Uhltzscht ist im Grunde schon mit seiner Geburt fertig.Quelle: Amazon Hmm... auch wenn es einige gelungen eingefangene Eindrücke des "real existierenden Sozialismus" in der DDR gibt; ich meine, dass das nicht nur so oberflächlich, auf plumpe Komik a la. RTL2 eingeschränkt werden kann. Einen "Entwicklungsroman" würde ich das Buch ganz sicher nicht nennen. "Thomas Brussig: Helden wie wir" vollständig lesen Cornell & Diehl: Organic Pipe DreamsDie Bezeichnung „organic" ist vergleichbar mit unserem Hinweis „aus ökologischem Anbau". Alle für diesen hellen, zart süßlich duftenden Virginia Blend ausgewählten Tabake und Casingbestandteile wie Agave, Pflaume und Honig stammen aus zertifiziertem Anbau. Auf die Zugabe von künstlichen Aromastoffen wurde gänzlich verzichtet." (Quelle: Dan Pipe) Das klingt doch erst einmal hervorragend; stopfe ich doch meine Selbstgedrehten ebenfalls mit "organic" Tabaken. Was ich erhoffte, war ein Ersatz für den aus dem Programm genommenen (und von mir sehr gemochten) Ocean Liners ready rubbed von DTM (siehe auch hier). Aber so ganz ist er das nicht. Und das liegt vor allem daran, dass der Organic Pipe Dreams "zickig" ist. Aus der frisch geöffneten Dose duftet es nach reifem Virginia; untermalt mit einem homöopathischen Hauch von Aroma, das man aber problemlos dem Tabak zuordnen würde - wenn es nicht anders in der Beschreibung stünde. Jedoch... jedoch ist der Tabak an sich schon recht trocken (da alle Additive fehlen) und brennt dementsprechend schnell herunter. Wenn die Dose dann ein paar Tage geöffnet war wird er allerdings strohartig. Und dann ist das Rauchen alles, nur keine Freude mehr. Es brennt auf der Zunge und knistert Funken sprühend in der Pfeife... "Cornell & Diehl: Organic Pipe Dreams" vollständig lesen Die BRAVO und die ReligionEs darf nicht so weitergehen, daß die Kindheit in Deutschland durch sogenannte “Jugendzeitschriften” wie BRAVO, die in Wahrheit erotische Blätter sind, zerstört wird.Quelle Es ist ganz sicher in Ordnung, der Presse und dem Fernsehen so etwas wie Unmoral vorzuwerfen. Aber ebenso ist es korrekt, sich zu fragen, was die DVCK dazu prädestiniert, sich in dieser Sache zu melden: Die Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur e.V. (DVCK) ist überparteilicher Verein, der sich u.a. für die Förderung der abendländischen christlichen Kultur basierend auf den grundlegenden Prinzipien des christlichen Glaubens, und insbesondere für den Schutz von christlichen Werten einsetzt.Quelle: wie oben Was diese Truppe meint, wenn sie von "abendländisch, christlicher Kultur" redet, kann man wunderbar erkennen, wenn man sich die Artikel (bitte nur die Überschriften, das zu lesen wäre purer Masochismus!) ansieht. Da gibt es so Themen wie: - Die Behauptung, Homosexuelle könnten nicht aufhören, homosexuell zu leben, ist diskriminierend. - Die Linke biedert sich bei der Homosexuellen-Lobby an. - Das Dogma heißt jetzt Menschenrechte. (in "Die Guillotine beginnt zu fallen") Und weil es so gut zum Thema der letzten Wochen passt: - Berliner Initiative für Religionsunterricht bekommt große Unterstützung. Das also spielt sich als die Träger der Kultur auf? Das zeigt sehr deutlich, dass ein verbindlicher, staatlich gelenkter, säkularer Werteunterricht im ganzen Land notwendig ist. Nic Gesammeltes IIZuerst einmal lassen wir Herrn Lehmann, den unbelehrbaren Verlierer zu Wort kommen: Pro Reli, das ist nur einfach eine Initiative zur Änderung eines Landesgesetzes. Es war für viele ein Schritt, Zeugnis zu geben. Es ist der Wunsch, der Stadt Berlin zu zeigen, dass sie nicht mehr und nicht weniger als andere Städte auch auf gläubige Menschen angewiesen ist. Religion und Kirche sind nicht nur die sozialen Wohltaten von Diakonie und Caritas, nicht nur jüdische Krankenhäuser und katholische Kindertagesstätten. Religion ist vor allem die Begründung allen Handelns, aller Ethik im Glauben an Gott.Quelle: Pro-Reli Na ja, da hat der Herr Lehmann aber irgendetwas ziemlich fehlinterpretiert, denn dass Religion eben nicht vor allem die Begründung allen Handelns, aller Ethik im Glauben an Gott ist, wurde eindrucksvoll gezeigt. Dumm für ihn, dass nun niemand mehr mit ihm reden mag. Denn sowohl der Regierende Bürgermeister Wowereit als auch der SPD-Chef Berlins, Müller, haben gestern im rbb unmissverständlich kundgetan, dass Herr Lehmann nicht der Gesprächspartner sein wird, wenn es um eine Verbesserung des Ethik-Unterrichtes in Berlin gehen wird. Die Zeit hat einen Artikel veröffentlicht, in der jeder der Protagonisten im Streit zu Wort kommt. Unter dem Titel "Pro Reli ist gescheitert" schreibt die Zeit: Berlin hat sich mehrheitlich gegen die Wahlfreiheit zwischen Religions- und Ethikunterricht entschieden. Man beachte wie Wortwahl... Wahlfreiheit - hatten wir das nun nicht zu Genüge? Ich denke, dass man aus der Wortwahl tatsächlich auf die "Gesinnung" der Berichterstattung schließen kann; zumal der nächste Satz lautet: "Pro-Reli-Chef Christoph Lehmann wirft dem Senat unfaires Spiel vor". Man sollte tunlich das Werfen von Steinen unterlassen, wenn man im eine Herr Henkel, der Oberste der Berliner Christdemokraten meint :"nach der Niederlage der Initiative ein Zeichen der Versöhnung des Regierenden Bürgermeisters" einfordern zu müssen. Denn "Wowereit habe alles getan, um die Stadt zu spalten." Es ist schon erstaunlich, wie realitätsfern der Mann ist. Ich glaube mich erinnern zu können, dass nicht der Senat, sondern die Initiative Pro Reli mit politischen Parolen versuchte, die Stadt zu spalten. Und, wenn man sich die Ergebnisse der Abstimmung ansieht, erfolgreich. Telepolis schreibt unter der "ein wenig" provokanten Überschrift Gott stimmt für Wowereit: "Gesammeltes II" vollständig lesen Schlechte VerliererDoch hält das die Herren Henkel und Lehmann nicht davon ab, die "Schuld" daran nicht in der eigenen Unfähigkeit, in dem schrecklich unsauber geführten Wahlkampf zu sehen; sondern unisono krakeelen sie heraus, dass der böse böse rot-rote Senat (also die Kommunisten, um des Bischofs Worte zu zitieren) die gute Sache unterdrückt habe. Mein Das kann ich nur mit Vorher-Nachher-Bilder illustrieren: ![]() VORHER: Lehmann, siegesgewiss und arrogant Bildquelle: Tagesspiegel ![]() NACHHER: Lehmann, schuldzuweisend Bildquelle: Zeit Die Ergebnisse der Abstimmung sind auf der Seite des Landeswahlleiters für Berlin dokumentiert: Beteiligung: 29,2 % mit "Ja" gestimmt (also für Pro Reli): 48,5% mit "Nein" gestimmt (also gegen Pro Reli): 51,3 % Auch wenn ich manchmal zweifle: aber Berlin scheint von vernunftbegabten Wesen bewohnt zu sein. Zumindest in der Mehrheit. Nic
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