
Obwohl es nun vorüber ist, ist es noch nicht vorbei. Auch heute habe ich wieder eine umfangreiche Sammlung gefunden.
Der Stern zum Beispiel schreibt "
Schulfach Religion auf der Kippe" - ich hab keine Ahnung, weshalb. Denn wenn die Berliner Abstimmung
so interpretiert werden könnte, würde ich mich noch mehr freuen. Was passiert ist, ist, dass Berlin sich entschieden hat, Religion nicht als Pflichtfach zuzulassen.
Die weitergehende Diskussion, ob das Berliner Modell allen Bundesländern als Vorbild dienen kann, wird zwar derzeit von einigen Artikelschreibern aufgegriffen, aber noch nicht wirklich umfassend diskutiert. Auch der Stern spricht davon:
So könnte sich die Aktion, die die Kirchen stark unterstützt hatten, als Bumerang erweisen. Denn nun drehen humanistische Verbände den Spieß um - und fordern, das Berliner Modell auf andere Bundesländer zu übertragen. "Bei dem Volksentscheid hat sich die Vernunft durchgesetzt", sagt Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung zu stern.de. [...] Schmidt-Salomon wünscht sich Ethik-Untericht in ganz Deutschland, in dem katholischen, muslimischen und konfessionslosen Kindern gleichermaßen die Werte der Aufklärung vermittelt werden.
Quelle: Stern.de
der Tenor des Artikel klingt aber eher ängstlich-abwartend.
Interessant ist das Umfrageergebnis auf der Seite. Hier wird gefragt:
Sollten andere Bundesländer das Berliner Modell übernehmen? Und das ist die Auswertung von heute, 8:14 Uhr
Der Freitag fragt sich, ob
Berlin entzweit ist, da die Abstimmung die Grenze, die die Mauer zog, abbildet. Dabei verweist er auf einen
Blogbeitrag von Christian Berlin in dem dieser meint
Man könnte Klaus Wowereit und den Rot-roten Senat zu ihrem gestrigen Sieg beglückwünschen und zur Tagesordnung übergehen. Wären da nicht jene Abgründe, die bei diesem Anlass sichtbar wurden.
Wenn das Abstimmungsergebnisses exakt den Verlauf der Berliner Mauer nachzeichnet, kann das zum 20 Jubiläum ihres angeblichen Falles die Feierlaune nur senken – als wäre die Wirtschaftskrise nicht schon Strafe genug. Die offenbar gewordene Teilung seiner Stadt kann Berlins Regierenden Bürgermeister ebenso wenig beglücken wie die Spaltung seiner Partei in dieser Frage.
Quelle: SchwammDruber
Nun handelt es sich bei dem Bloginhaber und Autoren um einen bekennenden Christen und so verwundert es wenig, wenn dieser im weiteren Artikel darüber sinniert, dass mit der Abstimmung die Basisdemokratie einen herben Rückschlag erlitt. Ob er das auch geschrieben hätte, wenn die Pro Reli Kampagne anders ausgegangen wäre, möchte ich bezweifeln.
Die TAZ widmet dem Thema zwei Artikel:
Ethik stärkt den Pluralismus in dem sie schreibt: