
so der
Titel einer Veranstaltung der Konrad Adenauer Stiftung am gestrigen Tage.
Nun muss man wissen, dass die Konrad Adenauer Stiftung
der CDU nahe steht. Und damit ganz in der Tradition derer, die zum Beispiel Homosexualität noch immer
für ein Verbrechen hält - oder
bestenfalls für heilbar.
Ich war nicht bei der Veranstaltung. Jedoch genügt ein Blick in die Veröffentlichung, um zu erkennen, was der Tenor der der Beiträge war:
Dazu zitierte Arnold unter anderem Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. Nach letzterem sei der Mensch in einem langen Evolutionsprozess entstanden, seinen tiefsten Ursprung habe er dennoch im Logos.
Quelle: Artikel der KAS
Nach dieser Logik ist der Papst kein Katholik - jedenfalls sollte er sich nicht mehr so nennen; ist doch die Erschaffung der Welt (1. Buch Mose) Grundvoraussetzung des katholischen Glaubensbekenntnisses.)
Diese Denke erinnert mich dann wieder an den Freund, mit dem ich neulich eine Diskussion hatte, nachdem er mir sagte, dass er sehr wohl gläubig sei, aber seine Biologieprüfung im Abi über das Thema Evolution und Genetik abhielt. Das war mir die Frage wert, wie er diese doch sehr konträren Standpunkte vereinbaren könne. Er antwortete ganz im Sinne der Kirche, dass er des Glaubens sei, dass Gott den Urknall verursachte. "
Woher soll sonst all die Materie stammen, die der Urknall zum Universum machte?"
Ich mag meinen Freund und ich akzeptiere seine Meinung; seinen Glauben. Aber tolerieren kann ich ihn weniger. Denn ich halte das für absolut falsch und gefährlich.
So lange man zulässt, dass alles, was die Wissenschaft (noch) nicht erklären kann, einem imaginären Gott zuzuschreiben, so lange kann man sich auch aus jeglicher Verantwortung stehlen. Der Gedanke, nach dem Tode in ein imaginäres Paradies einzuziehen lässt nämlich den Trugschluss zu, dass wir mit "Gottes Schöpfung", der Erde, Schindluder treiben können. Wer sich auf ein paradiesisches Leben im Jenseits vorbereitet muss den Dreck vor der Tür nicht sehen; oder wenn, dann nichts dagegen unternehmen.
Es ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht wenn die Kirchen immer wieder betonen, welch gute Sozialarbeit sie leisten. Dies ist auch unbestritten.
Aber es kommt nicht darauf an, Kaputtes ein wenig zu reparieren, es kommt darauf an, darauf zu achten und darauf hinzuwirken, dass erst gar nichts kaputt geht!
Doch ich bin vom Thema abgewichen: