
Die Nürnberger Zeitung hat heute ein
Interview mit dem Autoren des (noch auf der Leseliste liegenden) Buches „
Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ - Richard David Precht - veröffentlicht.
Ich sehe regelrecht vor mir, wie der Frager sich bei jeder Erwähnung der Evolutionstheorie bekreuzigt hat. ‚Huhu, wie überaus mutig: ich habe Darwin erwähnt und kein Blitz kam vom Himmel.’
Aber auch Precht redet Unsinn:
Ein Mr. Dawkins («Der Gotteswahn») täte gut daran, sich [...] stärker zurückzunehmen, weil er mit seinen überzogenen Erklärungsversprechen den Kreationismus erst stark macht. Streng genommen gibt es heute zwei Fronten von tollkühnen Gläubigen: Kreationisten und Darwinisten!
Quelle: Nürnberger Zeitung
Logisch: wenn es Dawkins (den Bösen) nicht gäbe und ein Darwin verboten wäre, würde es den Kampf zwischen Vernunft = Evolutionsbiologie und Glauben = Kreationisten nicht geben. Denn alle würden weiterhin die Mär vom „Großen Erschaffer“ glauben. Ist es das, was Precht wirklich meint?
Nach der Precht’schen Logik sollte also naturwissenschaftliche Erkenntnis und deren Verbreitung verboten gehören um die Fundamente des Glaubens nicht in Gefahr zu bringen.
In einem
Kommentar dazu schreibt im Brightsblog jemand, dass Precht einen schlechten Tag hatte.
Na hoffentlich!
Denn ansonsten wäre es erschreckend, was der Bestsellerautor eines philosophischen Buches da an unwissenschaftlichem Zeug von sich gibt. Erschreckend und peinlich.