Ich habe dieses Buch - ich mag es kaum selbst glauben - vor 30 Jahren das erste mal gelesen.
Und es ist eines der wenigen, deren Geschichte mir in der Erinnerung blieb - es hat mich bereits damals fasziniert - und ragte heraus aus dem Berg der "wissenschaftlich-technischen Literatur" (wie in der DDR die science fiction genannt wurde). Damals las ich wirklich jedes Buch, dass in der "Spannend erzählt"-Reihe erschien... Und Namen wie
Karl-Heinz Tuschel,
Eberhardt del'Antonio, Karsten Kruschel,
Angela und
Karlheinz Steinmüller, Wolf Weitbrecht und natürlich Alexander Kröger sind mir noch heute geläufig.
Allerdings habe ich vor Jahren meine komplette Bibliothek einem Antiquariat übergeben. Doch letztens auf dem Trödelmarkt die "Robina Crux" wiederentdeckt.
Mir war damals nicht bewusst, dass es sich um eine Adaption der Robinson-Story handelt; heute zeigt mir sogar der Name der Titelheldin in diese Richtung. Und wie der historische
Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel, strandet Robina Crux auf einem einsamen Asteroiden - allerdings (und hier wieder in Anlehnung an Defoes Roman) ist sie nicht ganz allein, sondern trifft (an einem Freitag!) auf einen Roboter - eine Maschine einer fremden Zivilisation.
Und wie Robinson Freitag "zivilisiert", zwingt Robina dem Roboter ihren Willen auf. Und wird auf der letzten Seite des Buches von den Eigentümern der Funkstation, die der Roboter "behütet", gerettet.
Das klingt alles nicht besonders neu, besonders erinnerungswürdig: wie alter Wein in neuen Schläuchen. Was also ist es, das mich 30 Jahre an dieses Buch erinnert?