Da über einige Blogs und auch per weitergeleiteten Mails verbreitet wird, wie man den iranischen Bloggern, Twitterern und ähnlichen, unabhängigen Informanten helfen kann, hat die TAZ dazu heute einen guten Artikel geschrieben, auf den ich hier hinweisen möchte.
Netzsignale aus Teheran
Weil ausländische Journalisten den Iran verlassen müssen, dringen Informationen fast nur noch via Internet zu uns. Aber welche Quellen sind verlässlich? Ein Wegweiser.
VON DORIS AKRAP
Dass man über das Internet nichts Glaubwürdiges über die Ereignisse im Iran erfährt, ist relativ. Denn auch die Netzcommunity versucht, die Nachrichten zu sortieren und einzuschätzen. Hier einige Hilfestellungen, wie man sich besser zu Recht findet.
twitter.com
Folgen Sie nicht beliebig irgendwelchen Twitterern, sondern glaubwürdigen: Mikroblogger wie persiankiwi, stopahmadi oder tehranbureau haben sehr viele Follower, d.h. ihre Nachrichten haben viele Leute abonniert und lesen sie. Diese Twitterer werden auch von professionellen Journalisten als glaubwürdige Quelle eingeschätzt.
Suchen Sie nach Stichwörtern: Stichwörter, sogenannte Hashtags, unter denen die meisten Nachrichten zum Iran getweeted werden sind #iranElection und #gr88. Sogenannte Twitter-Aggregatoren wie beispielsweise twittbee.com versammeln unter Hastags wie #IranElection alle Tweets zum Thema.
Per Twitter können Sie aber auch selbst den Protestlern helfen - indem Sie selbst beginnen zu twittern. Irans Mikroblogger rufen dazu auf, die Ortseinstellungen im eigenen Twitteracount auf "Teheran" und die Zeit auf "GMT+3.30" zu setzen, um damit die iranischen Internetwächter zu verwirren und die Suche und Festnahme iranischer Twitterer zu erschweren.