Wie bringt man dem zu verdummenden Leser bei, dass man ein Problem mit der Patientenverfügung hat? (Immerhin ist das entsprechende Gesetz nun endlich durch die Instanzen.)
Genau! Man lässt Kai Dieckmanns Kampfblatt ran: "
Nicht totmachen, bitte nicht totmachen - der Todkranke Walter Jens fleht um sein Leben."
Das zu schreiben wäre an sich schon schrecklich genug; aber die BILD kann "ihr Wasser nicht halten" und muss dann noch nachtreten. Immerhin hat
Walter Jens eine Patientenverfügung unterschrieben. Doch - nicht ohne eine gewissen Genugtuung - zitiert das Blatt Frau Jens:
„Ich weiß genau, und es steht Wort für Wort in unserer Patientenverfügung formuliert, dass mein Mann so, wie er jetzt leben muss, niemals hat leben wollen. Sein Zustand ist schrecklicher als jede Vorstellung, die er sich wahrscheinlich irgendwann einmal ausgemalt hat“, erzählt Inge Jens.
Trotzdem sei sie sicher, dass er jetzt an seinem Leben hänge und nicht sterben wolle.
Nun lässt sich sicherlich darüber streiten (und es wurde auch schon viel gestritten), wie der Wille einer Patientenverfügung umgesetzt werden kann, wenn die nächsten Angehörigen sich eventuell weigern.
Doch was richtig boshaft an diesem Artikel ist: Walter Jens ist an
Demenz erkrankt und keinesfalls in einer Situation, die die Frage überhaupt aufwirft, ob man nach seiner Patientenverfügung verfahren sollte.
Nic