
Heute war ein historischer Tag. Für mich und für die Welt sowieso: ich war in Asien!
Nachdem wir den Tag sehr langsam angegangen sind und endlich auch den wunderschönen (am Sonntag allerdings gnadenlos überlaufenen) Gülhane – Blumenhaus Park am Sultanspalast entdeckt haben, in dem in riesig hohen Platanen Sittiche nisten und kreischen, sind wir tatsächlich zum Fährhafen gegangen, haben einen Coin gekauft (hier gibt es keine Fahrkarten in Tram und Fähre, sondern man muss sich am Automaten eine Art Spielgeld kaufen, das man dann in ein Drehkreuz steckt, um dieses freizugeben. Ein wenig umständlich ist das ja. Aber erspart jeden Kontrolleur an Bord der überfüllten Straßenbahnen oder Fähren.) und sind dann an in Europa an Deck gegangen. Und haben das Schiff in Asien verlassen.
Wofür Marco Polo mehrere Jahre benötigte... schaffte ich in knapp 20 Minuten.

Ja, Asien also. Der Bosporus sieht von der östlichen Seite nicht so viel anders aus wie von der westlichen; nur ist die Skyline Stambuls zu besser zu überlicken. Das Wasser des Bosporus ist erstaunlich klar; auch wenn riesige Schiffe darauf herumschwimmen und etlicher Müll auf den Wellen schaukelt. Mutige Männer und übermutige Jungen schwimmen in der scharfen Strömung (und werden mittels zugeworfener Leinen wieder herausgezogen); Angler stehen unverzagt am Ufer. Auf den uferbegleitenden Grünanlagen picknicken Großfamilien; die Holzkohlegrills auf der Strasse.
Sonntag in Ost-Istanbul.