
Wir haben es geschafft und sind heute zu den Inseln gefahren, die wir täglich vor Augen haben, wenn wir auf der Terrasse sitzen. Hin gefahren sind wir mit einer langsamen Fähre, die an allen Inseln stoppte; zurück dann mit einer schnelleren (und minimal teueren), die die Strecke in knapp einer Dreiviertelstunde schaffte.

Die Inseln waren früher mit Klöstern bebaut; nachdem die Dampfschiffe fuhren, wurden sie bebaut. Und bieten heute den Anblick wohlhabender Bebauung. Das sieht man auch an den „Schiffchen“, die in den Häfen vor Anker liegen.
Auf den Inseln fahren – bis auf wenige Ausnahmen – keine Autos. Dafür Pferdekutschen. Und überall blühen die Bougonville; riesige Büsche; fast Bäume. Anders als in Andalusien, wo es eher Büsche sind.

Eigentlich sind wir dort hinüber gefahren, weil unser Reiseführer davon spricht, dass man dort baden kann. Und das erschien uns ausreichend Grund genug, die Reise anzutreten. Denn hier in der kochenden Stadt kann man zwar in den Bosporus hüpfen; aber erstens dürfen das nur die Männer und zweitens ist – wie schon berichtet – die Strömung zu stark für jemanden wie mich, der im Flachwasser planschen will. Es gibt auch gar kein Flachwasser, nur Steine.
Leider sah das auf den Inseln nicht viel anders aus. Der angekündigte „public beach“ entpuppte sich als ein kleines, abgesperrtes Areal voller in der prallen Sonne stehenden Liegen an einem ebenso steigen Strand, wie wir ihn hier haben. Das Wasser ist zwar klar, aber leider sehr vermüllt: Plastflaschen und -tüten, leere Getränkedosen und Dinge, von denen ich nicht wissen möchte, was sie mal waren, schwimmen an der Oberfläche bzw. liegen auf dem Grund – gut zu sehen durch das klare Wasser.

Wir haben uns trotzdem den Tag nicht verderben lassen und sind sind ein wenig auf der Insel herum gewandert; ein wenig entfernt von den ausgetretenen Touristenpfaden. Drum sahen wir ein wenig mehr als die typischen Touristenfallen und -läden; sondern auch die wunderschönen Holzhäuser, versteckt hinter Palmen. Alte Männer, die die Probleme der Welt lösten, Tee tranken und die Backgammon-Steine klappern ließen.