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Mittwoch, 30. September 2009Christopher Moor - Terry Rotter und der Stein des AnstoßesEiner von den Umtriebigen, einer von denen, die nicht still sitzen können, einer von denen, die die Welt verbessern wollen. Ergo: ein recht sympathischer Mensch. Zu dem nur online verfügbaren Buch bin ich eigentlich nur gekommen, weil ich sein neu erschienenes - ein "richtiges Papierbuch" - gesucht und bestellt habe. Dazu dann mehr, wenn es da ist. Heut ein paar Worte zu dieser wundervollen Harry-Potter-Parodie. In der Terry Rotter auf die "Rowlingstone-Schule für Mystischen Esoterik-Kram" geht und statt eines Zauberstabes eine Avengers (Handfeuerwaffe) sein eigen nennt und überhaupt nicht der nette, kleine bebrillte Junge des Rowling-Buches ist, sondern ein arroganter, brutaler Schläger, der einfach durch Türen hindurchgeht als sich mit solch Kickikram wie Zauberei zu belasten um Schlösser zu öffnen. Eine alberne Mischung aus Douglas Adams + Detektivgeschichten mit Bogard mit Schlapphut und Kippe + Nietzsche und Naturalismus. Klingt komisch? Ist es auch! Manches klingt schon fast wie guter, alter Woody Allen: „Kein Mensch hat das Recht, einen anderen Menschen zu verspeisen, insofern dieser irgendwelche Einwände dagegen hat und vor allem, wenn nicht die richtigen Gewürze zur Verfügung stehen.“ Bill Tür, Philosoph und Gourmet Ich hab mir das Skript gestern geladen, gedruckt und gelesen. Unbedingt nachmachen! "Christopher Moor - Terry Rotter und der Stein des Anstoßes" vollständig lesen Beten in der Schule? Gestern meldete die TAZ, dass ein muslimischer Schüler das Recht hat, in Unterrichtspausen im Schulgebäude zu beten. Das Urteil, das ich nicht in Gänze sondern nur aus der Presse kenne, sagt aber laut TAZ auch: Die Entscheidung sei aber nicht so zu verstehen, dass... ein Gebetsraum eingerichtet werden müsse. Der Gebetswunsch habe sich vielmehr in den organisatorischen Rahmen der Schule einzuordnen. Die Neutralitätspflicht des Staates verlange in erster Linie Zurückhaltung bei eigenen Aktivitäten. Sie gebiete jedoch nicht, gegen religiöse Betätigungen von Schülern vorzugehen - auch nicht, um Andersgläubige oder Nichtgläubige in ihrer "negativen Bekenntnisfreiheit" zu schützen. Es wird also festgestellt, dass es einen eigenen Gebetsraum nicht braucht - was auch schwierig wäre, würden dann eventuell andere Konfessionen auf ähnliche Idee kommen und jede Schule müsste für Sunniten und Schiiten jeweils einen Gebetsraum vorhalten und für Katholiken und Evangelen ebenfalls. Das könnt schnell eng werden. Weshalb die Frankfurter Rundschau heute auf die Idee kommt Muslimische Schüler, die fünfmal am Tag beten, müssen in ihrer Schule einen geeigneten Raum zur Verfügung gestellt bekommen. kann ich nicht erklären. Vielleicht haben die die TAZ nicht gelesen, aber das Urteil, das ich nicht kenne. (Ich geh aber davon aus, dass dieses Urteil veröffentlicht wird, hat es doch Signalcharakter.) So weit erst einmal die Tatsachen. Dann schaue man sich einmal die derzeit 49 Kommentare auf diesen Artikel an: das ist voller Ausländerhass, rechtem Gedankengut, islamophoben Geseire, dass es einem übel wird. Deshalb (vermutlich) hat die TAZ dann heute gleich noch einen Artikel nachgeschoben, in dem sie versucht, die Stimmen dazu zu bündeln und in eine etwas unradikalere Form zu gießen. Dass das Urteil umstritten bleibt, ist offensichtlich. Dass es eine seit langem notwendige Diskussion eröffnete, ebenfalls. Durch die Richter, die hier einen Präzedenzfall schufen, könnte das oben eher ironisch Gesagte zu einem tatsächlichen Problem werden; die Berliner CDU hat schon angemerkt, dass in diesem Falle auch "ihren Schützlingen" Gebetsräume zur Verfügung gestellt werden müssten. Also noch einmal: es war nie die Rede von Räumen. Und auch wenn die TAZ dann heute etwas süffisant schreibt Eine säkulare Phalanx findet sich und bricht Lanzen für die "strikte politische, weltanschauliche und religiöse Neutralität" an Schulen, die "unbedingt" gewahrt werden müsse - wie es die Schulbehörde angemahnt hat. Schulen wohlgemerkt, in denen sich jeder Kreuze um den Hals hängen kann, so viel er oder sie will, wahlweise richtig oder falsch herum. Schulen auch, in denen Jugendoffiziere der Bundeswehr Werbung für den deutschen Afghanistan-Krieg machen dürfen - trotz "strikter weltanschaulicher Neutralität". Denn tatsächlich nimmt zur kaum jemand zur Kenntnis, dass es in der Konsequenz darum geht, Religionsausübung an einer öffentlichen Schule, im öffentlichen Raum zu erlauben. Egal ob in einem extra dafür vorgehaltenem Raum, auf dem Schulhof oder in irgendeiner Ecke (womöglich noch mit Altar). Also ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr, in dem wir um die Beibehaltung des Status quo gekämpft haben, weil eine andere als die islamische Religion der Meinung war, man müsse mehr Religion in die Schulen bringen. Erinnert sich noch wer? Das nannte sich damals Pro-Reli! Wirklich, liebe TAZ, schon vergessen? Und bereits damals habe ich (und sicherlich nicht nur ich allein) gefordert: Die Schulen haben ein religionsfreier Raum zu sein, der Staat ist zu absoluter weltanschaulicher Neutralität verpflichtet! (Auch wenn die den Grünen nahe stehende TAZ das anzweifelt.) Und ich persönlich bin der Überzeugung, dass weder Islam noch christliche Religionen das Recht haben dürfen, in den Schulen zu unterrichten, noch sollten Schulen die tätige Ausübung jedwelcher Religion zulassen. Insofern war das Urteil ein krasses Fehlurteil. Und: ja, mir ist bekannt, dass das auch bedeutet, dass der humanistische, atheistische Weltanschauungsunterricht, der in Berlin "Lebenskunde" heißt, aus den Schulen verschwinden muss. Nic Dienstag, 29. September 2009Hurra! Polen ist im Mittelalter angekommen! Wenn Telepolis da keiner Ente aufgesessen ist, wird in Polen wieder das das gute, alte biblische Recht eingeführt: "Parlament verabschiedet Gesetz zur Zwangskastration verurteilter Pädophiler".In Polen sollte die chemische Kastration eingeführt werden, und zwar nicht auf Wunsch des Angeklagten, wie bisher, sondern als Zwangsmaßnahme. Menschenrechtler wird das bestimmt verstören, doch meiner Meinung nach verdienen Kreaturen, die so etwas machen, nicht die Bezeichnung Mensch. Von Menschenrechten sollte man hier also nicht sprechen. Diese Worte stammen vom Regierungschef Tusk! und nicht von irgendeinem dahergelaufenen armen Irren. Menschenrechte? Quatsch, brauchen wir nicht. Wir haben doch die katholische Kirche! Vielleicht sollte sich Tusk und der Sejm mal freundschaftlich an Ahmadinejad zusammensetzen. Um zu lernen, wie man Steinigungen, Handabhacken und ähnliche Strafen Wichtig beim Telepolisartikel ist auch der Hinweis auf den "Fall Roman Polanski" - denn manche sind halt gleicher als andere. Und das oben Zitierte wird vermutlich auch nicht für pädophile Pfaffen gelten... Nic Michael Schmidt-Salomon - Jenseits von Gut und BöseDer Videotrailer zum Buch verspricht wahrlich Revolutionäres. Das Buch ist dann doch für mich weniger revolutionär – was aber auch daran liegen mag, dass ich mich mit der Thematik seit geraumer Zeit auseinander setze und mir viele der im Buch geäußerten Gedanken nicht mehr ganz fremd und neu vorkommen.“ Jenseits von Gut und Böse“ ist nicht grell und schreiend bunt wie das Video; es ist ruhiger und es ist spannender. Schon in seinen letzten Artikeln und Aufsätzen hat sich Schmidt-Salomon von der eher einfachen Position des reinen (und radikalen) Religionskritikers entfernt. Hin zu einer Denkweise, die weit darüber hinaus geht und Erklärungsansätze für ein ethisches Handeln zu finden versucht, das fern von dogmatischen und moralinsauren Vorstellungen ist. Es ist erstaunlich, mit welcher Frische und Eleganz Schmidt-Salomon diese manchmal doch sehr schwer verständlichen Themen anzupacken weiß. Kaum zu glauben, dass es sich um einen deutschen Philosophen handelt, der dieses Buch schrieb. Man benötigt kein philosophisches Fremdwörterbuch, um seines zu verstehen. Das ist eine Schreibart, die ich an Dawkins und anderen schätze und bei vielen deutschsprachigen Wissenschaftlern sehr vermisse. Wie sollen aufklärerische Gedanken in die Gesellschaft kommen wenn sie sich hinter Fremdworten und Geheimsprache verstecken? Doch davon ist dieses Buch frei. Es liest sich wie ein Roman. Und immer wieder wird der Leser persönlich angesprochen und mitgenommen auf eine Reise. Eine Reise, die den 10 Angeboten aus dem evolutionären Manifest folgt. "Michael Schmidt-Salomon - Jenseits von Gut und Böse" vollständig lesen Montag, 28. September 2009Gesammeltes XXX
Während es in Berlin die S-Bahn mit Jubel erfüllt, dass demnächst überhaupt wieder ein Zug fährt, denken die neuen Herren und Damen des Landes laut darüber nach, die Bahn zu privatisieren.
Toll! Wir wollen Mehdorn zurück zur Bahn! Und noch mehr Überwachung der Bahnmitarbeiter; jetzt auch mit Verletzung des Briefgeheimnisses und Wohnungsverwanzung! Nic
Geschrieben von Nic
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Interview mit Mina ZarinIch habe heute per Mail die Übersetzung eines Interviews bekommen, das Minu Hemati mit Mina Zarin führte. (Das Interview in Farsi gibt es bei YouTube.) Frau Zarin nahm auch an dem Hungerstreik in Berlin teil. Das Foto entstand dort. Minu Hemati: Innerhalb der letzten Jahre haben wir wiederholt zu Ehren der getöteten politischen Gefangenen im Iran die Überlebenden dieser Verbrechen darum gebeten, vor der Kamera die Wahrheiten und Umstände in den Gefängnissen wiederzugeben, damit die jetzige Generation über die dunkle Seiten der gegenwärtigen Geschichte unseres Landes erfährt und bewusst zur Beendigung dieses brutalen, verbrecherischen und ungerechten Systems aktiv wird. Diese Woche habe ich in einer Sondersendung ein Gespräch mit einer der ehemaligen politischen Gefangenen, einer der in Europa tätigen Menschenrechtaktivisten, die 9 Jahre ihrer Jugend unter unwürdigster, brutalster, seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt und Folter in den Gefängnissen der Islamischen Republik Iran verbracht hat. Erlauben Sie mir, sie in der Leitung zu begrüßen und willkommen zu heißen: Frau Mina Zarin, einer der iranischen Freiheitskämpferinnen. Mina Zarin: Ich grüße Sie Frau Hemati, Ihre Zuschauer und alle lieben Menschen, die meine Stimme hören. Minu Hemati: Folter und sexuelle Gewalt in den Gefängnissen der Islamischen Republik Iran ist nun weltweit bekannt, doch in der Zeit, in der Sie im Gefängnis waren, in den ersten Jahren der Islamischen Republik, war dies auch mehr als üblich. Sie selbst waren in den Jahren 1981 bis 1989 Gefangene der Islamischen Republik. Meine erste Frage ist, wie alt waren Sie, als Sie verhaftet wurden, und wie hat man Sie nach der Verhaftung behandelt? Mina Zarin: Ich war 19, als ich in einem Bus, der von Naziabad nach Moniriye fuhr, verhaftet wurde. Ein Pasdar (= Revolutionswächter) drückte mir seine Pistole an den Kopf und sagte, wenn ich mich bewege, gibt er mir ich auf der Stelle einen Kopfschuss. Sie haben mich gezwungen auszusteigen. Die Menschen, die Frauen um mich herum, wollten verhindern, dass die Pasdaran mich ins Komitee 10 oder 13 der Naziabad bringen, eins der berühmt-berüchtigtsten Komitees. Zuerst haben die Pasdaran behauptet, ich hätte eine Handgranate dabei. Daraufhin protestierten die Frauen und bestanden auf eine Durchsuchung, woraufhin die Pasdaran behaupteten, ich wäre eine Prostituierte. So wurde ich zügig und auf eine sehr wilde Art ins Komitee gezehrt. Im Komitee hat mich eine Pasdar-Wächterin körperlich durchsucht. Auf eine beschämende, schmutzige und brutale Art fasste sie mich an die Brüste, an Rücken und Bauch und vergewisserte sich, indem sie mit ihren Fingern an den „empfindlichen Stellen“ tastete, dass ich keine Handgranate oder Ähnliches mitfuhr. Zum Thema sexueller Gewalt. In derselben Nacht wurde ich durch eine Hintertür zu einem Privatwagen gebracht, der mich zu einem anderen Komitee bringen sollte. Ich wurde gezwungen, auf dem Rücksitz zu knien mit dem Rucken entgegen der Fahrtrichtung. In dieser Sitzstellung wurde ich mit Militärstiefeln am Unterleib getreten und mit den Kolben deren Maschinenpistolen am Rucken und im Nacken geschlagen, was ernsthafte Verletzungen verursachte. In dem Moment, als ich mit Militärstiefeln zwischen den Beinen getroffen wurde, wurde mein ganzer Körper von einer Hitze überwältigt, so als hätte sich ein Teil von mir abgetrennt verabschiedet. Ich empfand sehr starke, unerträgliche Schmerzen und hatte das Gefühl, überall Blut am Körper zu haben. Schließlich erreichten wir ein anderes Komitee. Dort sah ich, dass mein Körper tatsächlich blutverschmiert war. Ein Pasdar kam, und ich fragte ihn nach einer Binde. „Die schämt sich nicht und fragt uns nach Binden?“ Nach ihm kam ein anderer Pasdar, den ich auch gefragt habe. Er warf mir auf eine schmutzige Weise einen unverschämten Blick zu und ging, ohne mir etwas zu bringen. Nach ihm kam der andere Pasdar, der für meine Folterung zuständig war, und brachte mir ohne jegliche Scham eine Binde. Als wir 1982 im Gohardasht-Gefängnis in die Zellen eingeteilt wurden, sollten wir uns zunächst nackt ausziehen. Ich trug Tschador und Augenbinde. Angeblich habe ich die Anweisungen der Pasdar-Wächterin Naderi nicht richtig befolgt, weil ich meinen Slip noch anbehalten hatte. Sie riss mir höchst aggressiv die Unterhose vom Leib und schrie drohend, wenn ich Widerstand leiste, werde sie mir zeigen, welche Konsequenzen dies für mich hätte. Es gab andere sexuelle Belästigungen neben Peitschhieben und brutalen Verhörmethoden, Kontrollen, Beleidigungen. Derbe Wortwahl und die unverschämten Blicke der Gefängniswächter und der Folterer haben uns jegliche körperliche und geschlechtliche Würde geraubt. Dies war in der Tat ein zusätzliches Gefängnis innerhalb des Gefängnisses. Minu Hemati: Erzählen Sie bitte aus Ihren eigenen Beobachtungen zu der sexuellen Gewalt an politisch inhaftierten Frauen in den Gefängnissen. Im Übrigen weiß ich, dass Sie während Ihrer mehrjährigen Gefangenschaft sehr viel an Schlägen und Folter erleiden mussten. Heute gehen Sie mit Krücken; hängt das mit den Schlägen zusammen, die Sie am Rücken und an den Beinen erhielten? "Interview mit Mina Zarin" vollständig lesen Das Wahlergebnis in Glienicke/Nb. mag ich kaum kommentieren. Die kleine Stadtrandgemeinde nördlich Berlins hat entgegen des Trends im Land Brandenburg ziemlich schwarz gewählt. Doch das habe ich nicht anders erwartet - wurde doch die demographische Struktur des Ortes durch die Zugezogenen gründlich durcheinander geworfen.Doch immerhin ein bundesweiter Trend wurde übertroffen: das Wahlergebnis der Piratenpartei. Während diese bundesweit glatte 2% eingefahren hat, erreichte sie in Glienicke ein 10-tel Prozent mehr: Von 5.365 Wählern machten 109 Ihr Kreuz bei den Piraten. Das sind 2,1% - was, da ich kein einziges Piratenplakat in Glienicke sah - ein beachtliches Ergebnis ist. (Alle Ergebnisse der BTW09 auf der Webseite der Gemeinde.) Herzlichen Glückwunsch! Den Piraten zum Ergebnis, den Wählern zur Wahl! Nic Samstag, 26. September 20091000 Kreuze in die Spree Abtreibungsverbot (§218) abschaffen / Gegen christlichen Fundamentalismus„Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus“ Am 26.09.2009, 12.30 Uhr, auf dem Platz vor dem Roten Rathaus (Berlin, Neptunbrunnen) Für den 26. September 2009 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Wir rufen dazu auf, diesem laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten. Die beteiligten Gruppen dieses „Schweigemarsches“ bezeichnen sich selbst als Lebensschützerinnen und Lebensschützer. Dabei geht es ihnen auf der Grundlage eines christlich-fundamentalistischen Weltbildes um das Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen. Sie sprechen allen Menschen und vor allem Frauen das Recht ab, über ihr Leben und ihre Körper selbst zu bestimmen. Sie lehnen jeden Schwangerschaftsabbruch als „vorgeburtliche Kindstötung“ ab. Statistisch unhaltbare Angaben über die Anzahl der Abtreibungen in der BRD sowie die von Abtreibungsgegner_innen erfundene Krankheit „Post-Abortion-Syndrome“ sollen Frauen moralisch unter Druck setzen und einschüchtern, sowie den Staat dazu bringen, die Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch weiter einzuschränken.
Geschrieben von Nic
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Freitag, 25. September 2009Menu Surprise - wähle lieber selber!
...und weil eine meiner KommentarorInnen hier mitspielt - noch einmal ein bisschen Werbung...
Quelle: YouTube Nic Fotos der heutigen Mahnwache am Brandenburger Tor
Nur wenige trafen sich heute am Brandenburger Tor zur Mahnwache für die Opfer der Diktatur in Iran. (Alle Fotos zum Vergrößern (1024x768) anklicken!):
"Fotos der heutigen Mahnwache am Brandenburger Tor" vollständig lesen Hallo: „Haben sie deine Mutter gesteinigt?“Montag, 14. September, ich bin gerade in einem Kölner Einkaufzentrum und möchte Kleidung kaufen. Mein Handy klingelt. Ich höre die Stimme von Sakine Mohammadi Aschtinais Sohn. Er sagt zu mir: „Frau Ahadi, kennen Sie mich?“ Und ich antworte: „Ja.“ Ich frage: „Wie geht es deiner Mutter, haben sie deine Mutter gesteinigt?“ Plötzlich schaue ich mich um, ob jemand dort ist, der meine Frage gehört oder verstanden hat? Sakines Sohn sagt: „Noch nicht, aber das Hohe Gericht hat das Urteil bestätigt. Frau Ahadi, meine Mutter sagte, ‚erzähle bitte Mina: Du darfst mich nicht vergessen’!“ Und ich sage zu ihrem Sohn: „Nein, das werde ich nicht. Ich werde am 16. September in Stockholm sein und in Parlament eine Rede halten. Ich werde auch über deine Mutter reden.“ Damit endet unser Gespräch. Danach stehe ich in diesem Luxus-Geschäft und habe das Gefühl, ich muss weinen, ich brauche jemanden, der mich fest hält. Ich denke, wo bin ich? Zum Glück habe ich Persisch gesprochen und nicht Deutsch, sonst hätte alle mich angeschaut, als ich gefragt habe: „HABEN SIE DEINE MUTTER GESTEINIGT?“ Wo sind wir eigentlich? Was für eine Welt ist diese Welt? kompletter Artikel beim Humanistischen Pressedienst Mina Ahadi's Webseite (Foto von dieser Seite) Die GBS und die Religionsfeindlichkeit Gestern gab es in den Kommentaren eine kleine Diskussion darüber, weshalb ich die Religionen lächerlich mache. Oder eher: die Gläubigen. Das vorab: es war nicht meine Absicht und es entspricht nicht meiner Intention, Gläubige per se zu verurteilen, sie der Lächerlichkeit preis zu geben oder mich besser als diese zu erklären. Ich bin mir dessen bewusst: Glauben ist ein zwar irrationaler, aber deshalb auch grundlegender Irrtum, dem der Gläubige unterliegt. Den er auch nicht durch Wissen oder Wissenschaft abschalten kann. (Zumindest: nicht "mal einfach so".) Deshalb gehe ich ja auch davon aus, dass es - anders als die Kirchen uns das unterstellen - eben nicht meine (oder unsere) Aufgabe ist, Gläubige zum Nichtglauben zu "missionieren". Menschen wie Huber können nicht aus ihrem Denkgebäude heraus - und können nicht begreifen, dass es mir einfach gleichgültig ist, ob jemand gläubig ist oder nicht. Das macht ihn weder zu einem besseren noch einem schlechteren Menschen. Wenn ein Gläubiger Trost im Glauben findet oder Anerkennung in der Gemeinschaft... bitteschön. Wo ich dann aber sehr bissig werde ist an der Stelle, da die Kirche versucht, zu missionieren. Ob das mich persönlich oder die gesamte Gesellschaft betrifft ist dabei unerheblich. Es hat mich keine Mühe gekostet, heute wieder drei Artikel zu diesem Thema im Netz zu finden: Da schreibt der Stern über den Reformkongress der Evangelischen Kirche "Deutschland ist wieder Missionsgebiet" und weiter: Deutschland ist nach Ansicht der evangelischen Kirche wieder Missionsgebiet. Der "dramatische Rückgang" der Kirchenmitgliedschaft in der DDR sei ebenso wenig ausgeglichen worden wie eine "schleichende Erosion der Kirchlichkeit" in vielen Bereichen der alten Bundesrepublik, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Berliner Landesbischof Wolfgang Huber Für mich wird also durch die - in diesem Falle evangelische - Kirche versucht, einen Einfluss wieder zu erlangen, der den tatsächlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten widerspricht. Wenn ich dann noch lese, dass Herr Schäuble, dieser von Verfolgungswahn gepeitschte Innenminister, der Meinung ist, dass es der Gesellschaft an christlichen Werten fehle "damit uns die scheinbar grenzenlose Freiheit unserer Gesellschaft nicht überfordert" wird mir einfach nur übel. Denn wenn also nach Schäublischer Lesart zu den christlichen Werten gehört, dass Kommunikation abgehört, wenn nicht gar zensiert wird; wenn dazu gehört, dass der Geheimdienst die Befugnisse der Polizei bekommen soll... dann frage ich mich ernsthaft, wer hier irgendetwas nicht begreift? Vielleicht mag Schäuble auch in Kirchen Überwachungskameras einbauen, dann kann die Kirche sehen, wer wann dort anwesend war und den Schäfchen, die dreimal nicht erschienen, vom Geheimdienst besuchen lassen. "Die GBS und die Religionsfeindlichkeit" vollständig lesen Donnerstag, 24. September 2009Video der gestrigen Iran-Kundgebung
Nach meinen Fotos nun auch das Video von IRTV (danke, dass das so schnell ging):
Nic Nachtrag: eben habe ich noch einen älteren Artikel in der Welt gefunden, der über die Exiliraner in Berlin berichtet. Lesenswert. Was dem Einen sein hpd...
... ist dem Anderen ab jetzt sein evangelisch.de.
Ja, richtig gelesen! Seit sofort und jetzt haben auch unsere evangelischen Mitbürger ein eigenes Portal. Bischof Huber schreibt in seinem Grußwort: Im Auftrag der evangelischen Kirche entsteht ein Internetangebot, das den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Qualitativ hochwertig wird unsere Wirklichkeit aus evangelischer Perspektive beleuchtet. Immerhin: Herr Huber anerkennt, dass das 21. Jahrhundert begonnen hat! Was für ein unglaublicher Fortschritt in seinem Denken! Allerdings muss ihm trotzdem bisher entgangen sein, dass sich auch die Wissenschaft weiterentwickelte und es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die darauf hinzuweisen scheinen, dass Gott ein Ob er wusste, dass sein letzter Halbsatz auch anders interpretiert werden kann - nämlich dann, wenn man über "unsere Wirklichkeit" reflektiert, die nicht notwendigerweise mit meiner, mit unserer säkularen Wirklichkeit übereinstimmt. Aber sei's drum; gönnen wir ihm den Spaß. Und freuen wir uns auf diverse Auseinandersetzungen. Und über das Kuckucksei, das in seinem Neste liegt: "der Schirmherr von evangelisch.de, Henryk M. Broder" - einer von den selbsterkorenen Guten. Nun fällt die Maske Broders und der Grund für seine Islamophobie wird deutlich. Insofern ist evangelisch.de tatsächlich zu danken. Nic Mittwoch, 23. September 2009Fotos der heutigen Kundgebung
In Berlin wie in vielen anderen Städten weltweit trafen sich ExiliranerInnen heute zu Kundgebungen und Demonstrationen, um gegen den Auftritt von Ahmadineshad vor der UN zu protestieren. Hier die Bilder der Berliner Kundgebung (Alle Fotos zum Vergrößern (1024x768) anklicken!):
"Fotos der heutigen Kundgebung" vollständig lesen
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