Im islamischen Portal, das ich zugegeben mehr oder weniger regelmäßig lese, erschien heute ein
als Kommentar gekennzeichneter Artikel, in dem es unter anderem heißt, dass das staatlich verordnete Verbot des Kopftuches (gemeint ist immer das Kopftuch der muslimischen Frauen) dazu geführt hat, dass
Islamophobie gesellschaftsfähig wurde.
Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Obwohl der Autor versucht, vorsichtig zu formulieren, kommt er zum Schluss:
Gerade der sog. „objektive Betrachter“ nötigt in diesem Zusammenhang zu einer weiteren Frage: Wenn das Kopftuch den Schulfrieden massiv stört, so die bekannte Argumentation für die Kopftuchverbote, dann stellt sich doch zwingend die Frage, was tun, wenn empirisch nachweisbar, eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung inzwischen auch allgemein den gesellschaftlichen Frieden durch das Kopftuch gestört sieht, und zwar ebenso massiv wie in der Schule.
Ich stimme dem Autoren in gewisser Weise zu. Allerdings setze ich noch einen drauf: wer sich durch Kopftücher in Schulen oder dem öffentlichen Leben gestört fühlt, muss auch anerkennen, dass sich wiederum Andere durch
Kreuze im Klassenzimmer gestört fühlen.
Gleiches Recht für alle! Das bedeutet: wenn Kopftuchverbot, dann auch Verbot anderer religiöser Symbole in öffentlichen Einrichtungen.
Religion und ihre Ausübung sind Privatsache.
Nic