
Heute begehen die Iraner die Yalda-Nacht, das altpersische Fest, bei dem Freunde und Verwandte gemeinsam die längste Nacht des Jahres feiern.
"Traditionell werden in dieser Nacht vor allem Zuckermelonen, Melonen und Granatäpfel gegessen. Die Ältesten erzählen Geschichten, und es wird im Diwan des Hafis gelesen. Die Menschen freuen sich, dass das Licht neu geboren wurde und sich gegen die Dunkelheit durchsetzt. Nach „Shabe Yalda“ werden die Tage wieder länger. Dieses Fest ist eines der wichtigsten Feste des Zoroastrismus, wird aber auch von den mehrheitlich muslimischen Iranern praktiziert."
(aus Wikipedia)
In diesem Jahr wird das Fest jedoch von einem anderen Ereignis in Iran überschattet: Am Wochenende
verstarb Großajatollah Montaseri - der designierte und später in Ungnade gefallene Nachfolger Ayatolla Chomenei's.
Montaseri war es auch, der in einer
Fatwa das iranische Regime als Diktatur bezeichnete. Deutlicher als er hat sich kaum ein Regimegegner geäußert.
Montaseri - der auch als Lehrer
Mohsen Kadivar's gilt - ist in der "heiligen Stadt" Ghom aufgebahrt und wie zu erwarten war,
reisen Zehntausende dorthin, um Abschied zu nehmen.
Selbstverständlich ist das iranische Regime davon nicht begeistert und erwartet - nicht unberechtigt - Unruhen der grünen Revolution, die mit dem Tod des Großayatollas einen ihrer geistigen Anführer verlor. Dass das Regime sich dessen bewusst ist, zeigt sich daran, dass er in den spärlichen offiziellen Verlautbarungen zu seinem Tod nicht mit dem Titel "Großayatolla" bezeichnet wurde - einen Titel, den der sog. Revolutionsführer Chamenei nicht besitzt (er steht in der Hierarchie des schiitischen Klerus unter Montesari). (siehe auch
Wikipedia)
Es ist zu wünschen, dass das Regime heute nicht wieder, wie so oft, wie zu oft, auf die Trauernden einprügelt; diese verhaftet weil sie aufbegehren gegen die Enge des Systems.
"Lasst euch nicht provozieren", gab der Großajatollah der grünen Bewegung als letzten Rat mit auf den Weg. "Und erwartet keinen einfachen und schnellen Sieg."
Nic
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