
In der
TAZ schreibt heute Bahman Nirumand darüber, das und weshalb die Iranische Opposition nicht aufgeben wird.
Am Donnerstag wird es in Teheran und anderen großen Städten wieder zu Demonstrationen kommen - es soll damit an die großen Studentenunruhen vor zehn Jahren erinnert werden. Berliner Exiliraner sprechen zwar über ihre Angst davor, dass das in einem Blutbad enden wird - werden Ihre Solidarität aber mit einer eigenen Demonstration zeigen.
Weltweit wird dazu am Donnerstag aufgerufen (siehe auch
Iran-aktuell)
Wer noch immer unentschlossen ist oder wer meint, dass es nicht interessiert, der kann in der TAZ drei (Blog)Artikel finden, die direkt von den Ereignissen in Teheran berichten:
Die schicken ja Kinder!
Antidepressiva gegen den Schmerz
Wir töten deine Kinder
Und während wir hier noch immer auf die Strasse gehen - stellt der Kölner Stadtanzeiger (leider nicht zu Unrecht) fest: "
Iran ist nicht mehr auf der Bildfläche" und schreibt dann weiter:
Die Proteste der iranischen Opposition gegen die Präsidentschaftswahlen sind verstummt. Aber auch die Einwände der westlichen Welt und den arabischen Nachbarn drohen den diplomatischen Erwägungen zum Opfer zu fallen.
Und so wie bei den großen Schauprozessen Stalins jeder wusste, was gespielt wird, wird auch im Falle Teherans "so getan, als ob" und kaum noch ist eine Stimme in der Politik oder den Medien zu hören, die dagegen spricht - die TAZ (siehe oben) mal ausgenommen. Andere Zeitungen - wie die
Junge Welt - ergehen sich ausschweifend darin, die Fehler der Grünen Revolution zu analysieren; da wird ein Fell zerpflückt ehe noch das Tier tot ist. Manchmal sind die Linken unerträglich. Als wäre es dem Autor egal, dass es um Menschen geht... geht es ihm darum, theoretisches Geseire von sich zu geben.
So können friedlich und ungestört weiter
Geschäfte gemacht werden mit einem Staat, der Menschenrechte mit den Füßen tritt.
Dass in Europa nicht mal ein erkennbarer Schulterschluss mit jenen Iranern stattfand, die zu Millionen hier leben und auf Veränderung hoffen, ist eine Schande. Muss man denn als eingewanderte Minderheit Fahnen verbrennen und Hassparolen brüllen, damit man wahrgenommen wird? Manche Politiker sollten einfach mal in Köln oder Berlin Taxi fahren - sie kämen mit einer Menge Iraner ins Gespräch. Wenn die Staaten der freien Welt, die historisch Werte wie Aufklärung, Fortschritt und Gerechtigkeit für sich reklamieren, nicht einmal einen Volksaufstand gegen ein klerikal-faschistisches System solidarisch begleiten - was denn dann? Quelle: wie oben
Und während - zumindest in Berlin - die Geschlossenheit der Exiliraner zerbricht und alle Gruppen eigene Suppen köcheln... macht sich Macht und Macht bereit für den nächsten Angriff auf die Menschlichkeit.
Dagegen werde ich heute wieder auf Mahnwache vor dem Brandenburger Tor stehen.
Nic
Eher durch Zufall bin ich sozusagen zum Fotografen der in Berlin stattfindenden Veranstaltungen rund um die grüne (oder auch samtene) Revolution im Iran geworden. Was mich jedoch ziemlich verärgert - und das darf ich als relativ Außenstehender sagen - is
Aufgenommen: Jul 07, 09:05